Fragen zu Prozessor und RAM Speicher

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h264
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Fragen zu Prozessor und RAM Speicher

Beitrag von h264 » So 18. Jul 2021, 10:59

Hallo,
ich habe eine Frage.
Ich habe jetzt ein neues Laptop mit 7G Prozessor und 16 GB RAM Speicher.
Darauf habe ich Ubuntu 20.04 LTS 64 GB installierst.
Ich habe auch ein ca. 9 Jahre altes Laptop mit 4 GB RAM Speicher und Ubuntu 18.04 LTS 64 GB.
Interessant ist, dass wenn ich zum Beispiel Openshot verwende um einen Film in ein anderes Format zu exportieren oder mit HandBrake einen Film konvertiere, dass das auf beiden Laptops ca. gleich schnell ist. Da wollte ich fragen, hat dass mit dem Prozessor nichts zu tun, wie schnell ein Video konvertiert wird. Außerdem die 16 GB RAM Speicher soll man ja vor allem bei Videos verwenden. Ich merke da eigentlich keinen Unterschied oder gehört das für etwas anderes beim Video.
Außerdem beim konvertieren mit HandBrake entstehen manchmal Tonstörungen beim neuen Laptop und beim alten nicht obwohl beide von derselben Marke sind.
Worauf ist dass zurückzuführen.
Danke
Viele Grüße
H264



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Webbutterfly
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Re: Fragen zu Prozessor und RAM Speicher

Beitrag von Webbutterfly » So 18. Jul 2021, 11:51

Hello
...nun, der Glaube, dass ein schneller Prozessor und viel RAM den Rechner schneller machen ist sehr vertreten, aber nicht wirklich alles. Es hängt da vieles mit der gesamten Hardware zusammen, arbeiten die Schnittstellen auch gut miteinander wie zB. RAM <> Motherboard <> CPU <> Festplatten-Schnittstelle. Da können so einige Engpässe auftreten, die gar nicht so leich zum heraus finden sind.
Linux verwaltet den Speicher (RAM) sehr essentiell, daher ist, wenn genug für die Arbeit (Programme) vorhanden ist, es völlig egal ob du 4GB oder 16GB hast. Der Kernnel liegt zB immer komplett im Speicher, daher muss ein Rechner bei einem Kernelupdate ja auch immer rebootet werden (Ausnahme bei Verwendung des Live-Kernel-Patches das für Privat-Rechner nicht wirklich notwendig ist)
Die Tonstörungen hängen halt wieder mit der Hardware zusammen... wie gut arbeitet die Soundkarte mit dem Rest/Programm zusammen.

Grundsätzlich werden die Rechner immer für Windows gebaut und auch von den entsprechenden Firmen mittels angepasster (Hardware*) Software bestückt. Linux kann ohne irgend einer Anpassung auf fast allen Rechnern installiert werdem, da kann schon sein, dass nicht alles optimal miteinander läuft. Das wird mit jeder Kernelversion besser, da immer mehr unterstützte HW hinein kommt... trotzdem doch immer schwierig.

*TPM ist ein auf der HW eigens laufendes Betriebssystem auf das kein Zugriff möglich ist.

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Re: Fragen zu Prozessor und RAM Speicher

Beitrag von mwildam » Mi 21. Jul 2021, 19:09

Richtig, solange Du bei der Konvertierung nicht parallel viel anderes auch noch offen hast und den Memory insgesamt nicht ausreizt, ist das egal. Ich würde wahrscheinlich immer noch mit 4GB auskommen, wenn ich nicht wegen der Arbeit so richtig fette virtuelle Maschinen gebraucht hätte mit Software, wo schon das Setup-Paket 8GB hat. Das ist zwar jetzt eher vorbei mit den virtuellen Windows-Maschinen, aber dafür kommen jetzt andere Sachen.

Prozessor-Geschwindigkeit merke ich im täglichen Betrieb weniger Unterschied. Den größeren Unterschied in der Performance merkt man da zwischen althergebrachter HD und einer SSD. Aber grundsätzlich muß natürlich alles zusammenspielen - weil wenn Du einen superschnellen Prozessor hast, aber ne langsame HD, dann verlierst die Meter halt beim Lesen von der Platte.

Zu den Tonstörungen: Könnte natürlich auch ein Software-Fehler sein, wenn Du auf dem alten Rechner ne andere Version hast (neue Ubuntu-Version hat wohl auch eine neue Handbrake-Version mit dabei, geh ich jetzt mal davon aus und neu heißt nicht immer besser oder fehlerfreier - also evtl Bug-Report schreiben). Könnte aber auch ein Problem mit anderen parallel laufenden Programmen sein. Ich hatte mal so ein ähnliches Problem (ist aber schon länger her) beim Aufzeichnen von Webcasts (also anderes Programm), und da bin ich dann draufgekommen, daß es Interferenzen mit einem anderen Programm gab, das im Hintergrund gelaufen ist (weiß aber auch nicht mehr, welches) - potentielle Kandidaten sind halt Remote-Desktop-Tools mit offenen Sitzungen oder offene Browser-Fenster. Heutzutage sind ja Webseiten nicht mehr einfache statische Seiten, die einmal geladen und angezeigt werden, sondern Programme, die auch timergesteuert immer wieder serveranfragen senden oder clientseitiges JavaScript permanent in loops ausführen und das kann ganz schön an die Performance gehen und auch den Speicherverbrauch in die Höhe treiben. Wenn er dann mal zum Auslagern anfängt, dann wird es natürlich ätzend. BTW: Die Browser nehmen sich je nach verfügbarem Speicher des Systems auch mehr fürs Cachen per Default.

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